Virtual Space für kreative Lösungen

Die Brain Sessions sind ein online BarCamp / eine digitale Workshopreihe. Entstanden durch die Coronakrise ist es Ziel dieses Formates, digitale Ideen und Konzepte für ein starkes Miteinander zu entwickeln, sich zu aktuellen Themen auseinanderzusetzen und nachhaltige Entwicklungsimpulse und zu setzen.

Die Brain Sessions bauen auf den Wunsch aller Akteure, sich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Alle Partner, Moderatoren und Experten wirken honorarfrei und ohne finanzielles Interesse mit. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Ergebnisse sind öffentlich verfügbar.

Brain Sessions - Digitalethik

„Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft tiefgreifend. Neuartige datenbasierte Technologien können für das Leben des Einzelnen und das gesellschaftliche Zusammenleben Nutzen stiften, die Produktivität der Wirtschaft steigern, zu mehr Nachhaltigkeit und zu grundlegenden Fortschritten in der Wissenschaft beitragen. Gleichzeitig zeigen sich jedoch auch Risiken der Digitalisierung für grundlegende Rechte und Freiheiten. Es stellen sich damit zahlreiche ethische und rechtliche Fragen, in deren Mittelpunkt die gewünschte Rolle und die Gestaltung der neuen Technologien stehen. Wenn der digitale Wandel dem Wohl der gesamten Gesellschaft dienen soll, müssen sich Gesellschaft und Politik mit der Gestaltung datenbasierter Technologien einschließlich der Künstlichen Intelligenz (KI) befassen.“

(Datenethikkommission der Bundesregierung, Oktober 2019)

zur Anmeldung geht's hier

Nicht nur bahnbrechende Innovationen und neue Geschäftsmodelle basieren heute wesentlich auf digitalen Technologien auch unser Alltag ist geprägt von digitalen Anwendungen. Die Auseinandersetzung mit den Implikationen der rasanten Digitalisierung unserer Welt fordert jeden Einzelnen von uns. Eigentlich denn sowohl dem Laien als auch dem digitalaffinen Kreativen fehlen oft Anlass oder Bewusstsein, Zeit oder Struktur, um dieser Herausforderung zu begegnen. Wir möchten mit den Brain Sessions die Aufmerksamkeit für ethische Fragen wecken und eine Plattform bieten für eine erste Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung in der neuen digitalen Welt. Wir möchten Fachkenntnis und Struktur einbringen aber Menschen auch die Möglichkeit geben, aus ihrer je individuellen Situation heraus beizutragen, mitzudenken und mitzudiskutieren.


Brain Sessions II - Digitalethik Tag 1
Brain Sessions Digitalethik Tag 2
Brain Sessions II - Digitalethik Tag 3

REFERENTEN

Dr. Philippe Merz Thales Akademie, Brain Sessions Digitalethik

Dr. Philippe Merz ist Mitgründer und Geschäftsführer der Thales-Akademie. Er arbeitet zu aktuellen Herausforderungen der Wirtschafts- und Digitalethik, zu denen er zahlreiche Seminare für Unternehmen, Hochschulen und NGOs leitet. Er studierte Philosophie und Germanistik in Freiburg, Basel und Wien und wurde 2014 mit einer Untersuchung zur phänomenologischen Ethik promoviert.


Mehr über die Thales Akademie
Christoph Böhm, SAP, Referent Digotalethik Brain Sessions

Christoph Böhm ist Informatiker und Philosoph und kennt zahlreiche internationale Digitalunternehmen von innen. Er ist Mitarbeiter der SAP in Walldorf und forscht zudem an der Universität Freiburg zu neuen Formen der Verantwortung, die wir selbst ebenso wie Unternehmen für digitale Geschäftsmodelle tragen.


BRAIN SESSIONS BENEFITS UND ZIELE

  • In einer Community an Herausforderungen und Lösungen arbeiten
  • Ein neues Format und kreative Methoden kennen lernen
  • Sich inspirieren lassen
  • Das eigene Netzwerk vergrößern , Partner und Unterstützer finden
  • Eigene Ideen überprüfen und (weiter –)entwickeln
  • Einen Grundstein legen für konkrete Anwendungen und Geschäftsmodelle
  • Einen Geist des Austauschs pflegen, Ergebnisse teilen

Partner

de:hub Stuttgart

Vor welche neuen ethischen Herausforderungen stellt uns die Digitalisierung?

Wie sehr digitale Technologien mittlerweile unseren Alltag bestimmen, zeigt eindrucksvoll die weltweite COVID 19 Pandemie: Contact Tracing Apps, molekulare Forschung, epidemiologische Modelle und datengesteuerte Interventionen sind undenkbar ohne anspruchsvolle Digitaltechnik, ebenso wie heutige soziale Medien, Katastrophenvorhersagen oder das Transport und Personalwesen. Doch was versprechen wir uns eigentlich vom Einsatz digitaler Technologien? Eine häufige Antwort wäre wohl „Fortschritt und Wohlstand“ oder einfach: „ein besseres Leben“. Aber worin besteht ein „gutes“ Leben und wie können uns digitale Technologien dazu verhelfen? Die philosophische Frage nach dem erfüllten Leben ist mindestens so alt wie die Philosophie selbst. Heute ist sie jedoch dringend wie nie zuvor: Die rasante Entwicklung digitaler Technologien macht es notwendig, dass wir uns mit ihren Auswirkungen auseinandersetzen und prüfen, inwieweit diese mit unseren Werten übereinstimmen.

Verantwortung in digitalen Geschäftsmodellen

Seit der Corona Pandemie gestalten Menschen weltweit ihren beruflichen und privaten Alltag mit aktueller Computertechnologie Kollaborationssoftware und cloudbasierter Datenaustausch machen es möglich. Parallel entsteht derzeit das Bestreben, ein neues Konzept von Corporate Digital Responsibility (CDR) zu etablieren, also Unternehmensverantwortung für digitale Geschäftsmodelle. Nur: Für welche digitalen Produkte und Dienstleistungen sollten Unternehmen eigentlich Verantwortung übernehmen? Welche Rolle spielen dabei die Nutzer/innen und Kund/innen, aber auch der Staat? Und vor allem: Wie lassen sich solche ethischen Verpflichtungen im Alltag umsetzen? Die Antworten, die Unternehmen auf diese Fragen geben und vorleben, entscheiden sowohl über ihre Legitimität und Glaubwürdigkeit als auch über ihren langfristigen Erfolg. Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Fach und Führungskräfte in Unternehmen sowie Vertreter/innen von Politik, Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen sie gehen uns alle an.

Wege zur digitalen Mündigkeit

Worin besteht ein mündiges Leben im Digitalzeitalter? Welches Fachwissen und welche Fähigkeiten benötigen wir, um diejenigen Werte zu verwirklichen, die uns wirklich wichtig sind? Diese Fragen sind ebenso grundlegend wie alltagsrelevant. Denn je nachdem, wie wir Digitaltechnik nutzen und weiterentwickeln, leisten wir einen anderen Beitrag zur Gesellschaft und treten anders in Beziehung zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zur Natur. Somit betrifft uns die Herausforderung, ein mündiges Leben im 21. Jahrhundert zu führen, in unseren wichtigsten sozialen Rollen: als Familienmitglied und Bürger/in, Geschäftspartner/in und Kund/in, Fach und Führungskraft.

In einem interaktiven Prozess gestalten die Teilnehmer/innen der Brainsessions zum Abschluss ein Brainpaper , das wesentliche Fragen, Erkenntnisse und Lösungen zum weiteren Nachdenken und Bearbeiten festhält.



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Peter Röben, „Nordkurve“, CC-Lizenz (BY 2.0) www.piqs.de  / macrobiene, „Menschen“, CC-Lizenz (BY 2.0) www.piqs.de  / Portraits Merz, Böhm: Thales-Akademie